Ungenutzte Chancen

Tom Zander
coop-press Recht

Zufriedene Kunden sorgen für einen guten Ruf. Mit diesem Grundsatz im Hinterkopf verlassen sich viele kleine und mittelständische Unternehmen auf die positiven Effekte von Mundpropaganda. Aus gutem Grund: Nichts ist wertvoller als die persönliche Weiterempfehlung der eigenen Dienstleistung. Wenn jeder Kunde nur zwei Bekannte für eine Zusammenarbeit gewinnen kann und der Stein erstmal ins Rollen kommt, sind der Ausweitung des Kundenstammes theoretisch keine Grenzen gesetzt. Wer braucht da schon eine Website?

Im Baugewerbe und im Grundstücks- und Wohnungswesen hatten 2018 nur etwa die Hälfte aller Unternehmen mit bis zu 9 Mitarbeitern eine Website. Das heißt, die Investition in eine eigene Webpräsenz bietet die Möglichkeit, sich im Handumdrehen von 50% der Konkurrenz absetzten zu können. Eine kurze Onlinesuche dahingehend ergibt mit wenigen Ausnahmen ein trauriges Bild. Einmal aufgesetzt, sind viele Seiten seit langem nicht um aktuelle Inhalte ergänzt worden, überladene Sidebars lenken vom Wesentlichen ab und optisch scheint die ein oder andere Website noch aus Zeiten zu kommen in denen Klapphandys en vogue waren. Der Rest geht im Sumpf der unpersönlichen Layoutvorlagen von Wordpress und Co. vollkommen unter.